Skyline 2017

Niederburg - "hie sen mir deham"                               

Gemeinderat im Wald unterwegs

Waldbegang2015 3Seit Jahren geübte Praxis ist der Waldbegang des Gemeinderates an dem die Jägerschaft und der Förster ihre Sorgen und Nöte vortragen und die Mitglieder des Gemeinderates sich über die Entwicklung des Waldes informieren können. In diesem Jahr wurde nach der Einführung zum Thema am Heiligenhäuschen wieder ein Fahrzeug bestiegen. In Richtung Vogelsnack ging in diesem Jahr die Reise der Gruppe. Unterwegs hatten sowohl Förster Weide als auch Jagdpächter Frank Hermesmeyer Gelegenheit ihre Tätigkeiten und Entwicklungen im vergangenen Jahr als auch die Planungen für das kommende Jahr vorzustellen. Nach kurzer Rast am Vogelsnack und dem Genuss der Aussicht auf das Bach Tal und das sich bietende Panorama bis hin nach Niederburg ging der Weg über die 2005 geschädigten Windwurfflächen der Saheck talwärts. Die gezeigten, kurz nach dem Sturmereignis gepflanzten Schwarznüsse und andere Gehölze wiesen massive Schälschäden auf. Diese sind schon alle älterer Natur und dem Gehölz in der Zeit um 2008-2010 zugefügt worden. Der Gemeinderat hatte nach einem Waldgutachten im Jahr 2009 zusammen mit dem neuen Jagdpächter und dem Revierförster ein Waldkonzept entwickelt, dem alle Beteiligten ihre Unterstützung zugesagt haben. Die Revierleitung ist verpflichtet mit dem Jagdpächter alle Entwicklungen im Wald abzustimmen und den Ortsgemeinderat hierüber zu informieren. So werden Waldarbeiten auf die jagdlichen Belange abgestimmt und auch die heimischen Brennholzwerber in diesen Plan der Waldentwicklung eingebunden. Jagdpächter Frank Hermesmeyer hat von Beginn an dem vorgeschlagenen Konzept zugestimmt. Das Konzept sieht vor nicht mit Naturverjüngung belegte Flächen als Äsungsflächen aufzubereiten und im Wald, abseits der Wege einen Äsungsverbund einzurichten. Die Bejagung wird bis auf wenige Drückjagden im Wald eingestellt. Das Wild kann seinen Lebensraum nutzen, die Flächen und die Bejagung vermeiden den Rückzug des Wildes in das Unterholz und verleiten nicht zum Schälen und Verbiss der Jungbestände. Im Wald wurden Absprachen zwischen den Beteiligten getroffen, nach der weitere Kahlflächen, teilweise mit Unternehmereinsatz, aufgearbeitet werden und dem Wild als Rühe- und Äsungszone zur Verfügung gestellt werden.  Die Kosten für die Aufbereitung und die Unterhaltung der Flächen übernimmt restlos Jagdpächter Frank Hermesmeyer. Er investiert hier jede Menge Arbeit und nicht unerhebliche Geldbeträge, die mithelfen den Bestand und die Weiterentwicklung des Waldes zu fördern. Ebenso wird zu Gunsten des Wildes auf eine ganzjährige Bejagung im Wald verzichtet und dem Wild und diesem Lebensraum viele Freiheiten gelassen. Eine Rückführung der Verbiss-Schäden auf ein normales Maß ist eindeutig zu beobachten.

Zum Abschluss wurden noch die neuesten Walddaten und die finanzielle Entwicklung erläutert. Hier hat der Forstbetrieb noch Entwicklungsmöglichkeiten zur positiven Gestaltung des Jahresabschlusses zu nutzen.Vogelsnack2015 6

Zum Abschluss danket Ortsbürgermeister Klockner Herrn Hermesmeyer für die Aktivitäten für die Jagdangelegenheiten und besonders auch für sein Engagement innerhalb des Dorfes. Förster Erhard Weide dankte der Bürgermeister für seine immer offene und ehrliche Art des Umgangs mit allen seinen Beruf betreffenden Angelegenheiten. Alle Beteiligten forderte Klockner auf allen gelegentlichen Störfeuern den Schneid abzukaufen und gemeinsam für ein gutes Klima zu sorgen. Förster Weide wird seinen Hauungs- und Kulturplan in einer der nächsten Gemeinderatsitzungen vorlegen und eine verbindliche Vorausschau zum Jahresabschluss 2015 geben.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister 

 

  

 

  

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