Theaterfuchs2„Kultur in der Natur“ boten sechs verschiedene Theatergruppen auf der Freilichtbühne „Pützbacher Kopf“ bei Gemünden. Der Erbauer der wunderschön in die Landschaft eingepassten Bühne, Wolfram Wagner, hätte sicher seine Freude daran gehabt, auch an dem guten Zuspruch durch die zahlreichen Zuschauer.

Ganz sicher wäre er auch mit Marlene Lenz einverstanden gewesen, die den von ihm gestifteten Theaterpreis, den „Theaterfuchs“ erhielt. Kreisbeigeordneter Dietmar Tuldi überreichte als Vertreter des Landrates den Preis und würdigte die Preisträgerin als besonders engagierte Theaterbegeisterte, die seit 1998 in Niederburg Theaterprojekte durchführt und dabei viele Jugendliche und Erwachsene fürs Theater begeistert und anspruchsvolle Aufführungen initiiert und sich dabei als Allrounderin um alles kümmert.

Die Vorsitzende des diesjährigen Veranstalters „Dumnissus Kirchberg“, Gerlinde Klockner, konnte neben Dietmar Tuldi auch den Bürgermeister der VG, Harald Rosenbaum , sowie die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und vor allem auch sechs Theatergruppen begrüßen, die ein vielfältiges Programm boten.

Die Theater-AG der Grundschule Gemünden startete mit dem „Zauberlehrling“ von Thomas Böhner. Liebevoll mit Kostümen ausgestattet, boten die Nachwuchsschauspieler unter der Leitung von Annette Kaiser ein lebendiges Spiel, das die Zuschauer begeisterte.

Die Theatergruppe Erbach führte die Zuschauer mit dem Stück „Im Theater“ in ein solches und sorgte für große Heiterkeit.

Die Jugendgruppe „Flecketeens“ aus Gemünden zeigte mit ihrem Stück „Shaddy“ zu welchen Erfolgen die gute Jugendarbeit von Stephanie Gutenberger geführt hat. Auch wenn am Schluss alle rätselten, was Shaddy nun eigentlich ist, konnten die Jugendlichen durch gutes Spiel überzeugen.

„Studio 61“, Rheinböllen, zeigte mit dem Stück „Die drei Wünsche“ von Dietmar Bittrich

wie man eine liebe Fee ärgern und seine Wünsche durch Dummheit und Unvernunft verspielen kann. Die Theatergruppe Wiebelsheim, die zum erstenmal auf dem Pütz spielte,

ließ die Zuschauer  mit großem Vergnügen bei „Rede, wem Gesang gegeben“ von Horst Helfrich, in das Innenleben eines von einem zerstreuten Professor geleiteten Chores blicken, der seinen Frust nur mit einer gehörigen Portion Alkohol aushalten konnte.

Zum Schluss zeigte „Dumnissus Kirchberg“ unter der Regie von Helma Hammen das rührende Stück  „Norbert und Nanni“ von Helmut Schmidt, in dem eine Puppe und ein Teddy, die auf den Müll geworfen worden waren, schließlich doch wieder eine  „Puppenmama“ und einen „Teddypapa“ fanden.

Gerlinde Klockner dankte zum Abschluss allen für ihr großes Engagement, sie wies darauf hin, dass das nächste Theatertreffen aif dem „Pütz“ am 19. Juli 2015 stattfinden wird und dass auch  andere interessierte Gruppen die Möglichkeit haben, mitzumachen. Zum Schluss  bat sie alle Darsteller zum Schlussbild auf die Bühne.


Presseartikel (Werner Klockner) Kirchberg, den 23. Juli 2014