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Januar - Monatsbetrachtung
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Ein neues Jahr, ein neuer Anfang. Mit einem tiefen Atemzug hoffen wir beim Übergang in der Sylvesternacht, dass es ein gutes, gesundes und friedvolles Jahr wird. Doch schon sein Name, aus dem Lateinischen hergeleitet, verrät, dass alles zwei Seiten hat. Janus, der altrömische Gott des Torbogens und besonders der öffentlichen Durchgänge besaß einen Kopf mit zwei Gesichtern. Später wurde er zum Gott des Anfangs, dem die ersten Stunden des Tages, des Monats und der erste Monat des Jahres heilig waren. An den "dies atri" der Römer durfte nichts Neues begonnen werden, auch Reisen unternahmen die Menschen nicht.
So eingebunden zu sein, ist uns westlichen Menschen fremd. Dennoch, Anfänge sind auch für uns etwas Besonderes.

Wir, die wir auf dem Land leben, hören auch gern zu, wenn Bauernregel aufgesagt werden:
"Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter für ein ganzes Jahr"
"Ein kalter Januar bringt ein gutes Jahr"
"Ist der Januar warm, Gott erbarm"
"Eis und Schnee im Januar - künden ein gesegnet Jahr"
"Morgenrot am Neujahrstage - wird das ganze Jahr zur Plage."
"Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen, Tälern weh"

© Gerda C. Heidelmann