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Niederburger beim Ehrenamtsempfang

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Während bei den jährlichen Veranstaltungen die Vorstände, Vorsitzende und andere Leistungsträger der Vereine und Gruppen schon fast zwangsläufig im Mittelpunkt des Interesses stehen, gibt es dennoch viele stille Menschen, die ihre Aufgabe über Jahre und Jahrzehnte wahrnehmen und in der Öffentlichkeit kaum Beachtung finden.

Dies war der Hintergrund in diesem Jahr die Vorschläge für den Ehrenamtsempfang der Verbandsgemeinde zu machen.

Verbandsbürgermeister Thomas Bungert hatte, diesmal im zweijährigen Turnus, zum Empfang in den Winzersaal nach Damscheid eingeladen.

Neben anderen vorgeschlagenen "Ehrenamtlern" aus den Ortsgemeinden und Städten waren Maria Muders und Berthold Schink von Niederburger Seite vorgeschlagen.

Maria Muders pflegt und unterhält seit fast dreißig Jahren das Niederburger Heiligenhäuschen, das der schmerzensreichen Gottesmutter gewidmet ist. Sowohl die Kapelle als auch das Umfeld liegen ihr am Herzen. Alle Wege dorthin und alle Transporte, egal ob es das Wasser zum Putzen oder andere Gegenstände sind, erledigt sie zu Fuß.

Zwei Dinge möchte Sie besonders erwähnen, so erzählte sie in der Runde am Tisch.

Das Eine ist der Einbau des Kerzengehäuses, in dem Kerzen brennen können ohne die Kapelle zu verrußen. Sie freut sich über die größere Sauberkeit der Figuren und des Inventars, nachdem Toni Muders und Wolfgang Keßler die Konstruktion gebaut und Heinz Lenz ein passendes Kupferdach angebracht hatte.

Zum Zweiten lobt sie die vernünftige Art der jetzigen Niederburger Jugend. Das Heiligenhäuschen ist seit jeher Treffpunkt der Jugendlichen. Die Jugend nutzt jetzt aber nicht mehr den Innenraum, wie in früheren Jahren manchmal geschehen, die jungen Menschen akzeptieren die Kapelle als Raum der Stille und der Besinnung und verhalten sich entsprechend. "Gott sei dank" so sagt sie, "sind die Zeiten vorbei, dass ich nach solchen Treffen die Kappelle extra reinigen musste".

Berthold Schink war der zweite vorgeschlagene Niederburger, der seit vielen Jahren zu den guten Geistern gehört, die ohne große Worte bei allen möglichen Anlässen ihre Arbeitskraft ohne nach einer Entschädigung zu fragen, zur Verfügung stellen. In früheren Jahren beim Bau des Feuerwehrgerätehauses und beim Bau der vielfältigen Anlagen am Sportplatz hat er immer wieder sein fachliches Können zur Verfügung gestellt. Mehr noch ist er bereit, alle auch noch so gering geachteten Arbeiten zu übernehmen. Die Sauberkeit des Sportplatzumfeldes und des Gebäudes pflegt er zusammen mit zwei weiteren Sportplatzfreunden. Seine soziale Einstellung ist auch in anderen Feldern sehr hoch einzuschätzen.

In diesem Jahr sind diese Beiden stellvertretend für die vielen stillen Helferinnen und Helfer eingeladen worden. Manche mögen es nicht, wenn ihr Name und ihr Engagement öffentlich gelobt werden, so auch in diesem Jahr. Es gilt hier besonders denen zu danken, die über Jahre hinweg große Teile ihrer Freizeit anderen Aufgaben widmen und mit ihrer Arbeit die Gemeinschaft bereichern.

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister