

Ein Martinsfeuer, dass seines Gleichen sucht hatten die Niederburger Jugendlichen aufgeschichtet. Beim Transport eines jeden Brennholzteiles per Hand sind ausdauernde Kräfte nötig. Die Niederburger Jugendlichen erwerben sich seit Jahren mit einem von den Vorjahrgängen kritisch zu beurteilenden Brennholzaufschichten die Berechtigung, künftig in die Jugendraumgemeinschaft aufgenommen zu werden. Entsprechend strengen sich die jungen Leute an und eifern den vorherigen Feuer nach. Aber auch das akkurate Aufschichten und die Stabilität des Feuers werden betrachtet. Ebenso wird die Sauberkeit der Brennstelle vor dem Entfachen des Feuers von den älteren Jugendlichen begutachtet.
So ist es kein Problem für die Ortsgemeinde in jedem Jahr aktive junge Leute zu haben, die mit Spaß und Freude ein Feuer zu Ehren des heiligen Martin aufschichten und zur Freude der Kleinkinder für großes Feuer sorgen.
Seit ein paar Jahren beginnt der Martinszug mit einer Andacht zu Ehren des Heiligen. Vorbereitet wird diese von Mitstreiterinnen um Else Rüdesheim, die mit einem kleinen Martinsspiel die Kinder in die Legende um den Heiligen einbindet. Begleitet von den Rot Weiß Musikanten unter Anton König und gesichert durch die Feuerwehr werden der Heilige Martin auf seinem Pferd und die Kinder mit Laternen und Fackeln ausgerüstet zum Martinsfeuerplatz geleitet. Der Jugendvorstand des Sportvereins versorgt seit Jahren die Zugteilnehmer mit heißen und kalten Getränken. Die Feuerwehr sichert die Feuerstelle und stellt auch nach der Feierstunde am Feuer die Brandwache.
Dank gilt allen, die sich wieder einmal mehr für die Gestaltung und Erhaltung von Traditionen wie das Martinsfeuer und den Umzug einsetzen. Besonderer Dank den Jugendlichen, die mit ihrer Arbeit immer wieder versuchen Rekorde aufzustellen und vielen kleinen Kindern und allen Zugteilnehmern eine große Freude machen.
Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister