
1. Dorfmoderation: Was ist denn das?
Dieses Wort wird verwendet für die Erfassung
aller möglichen Ideen und Wünsche der Bevölkerung. Diese werden zusammengefasst
zu einem Konzept. Diese soll als Baustein der Dorferneuerung dazu beitragen,
zu Beginn in einer Phase der „Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit“
die Einschätzung der Bevölkerung über ihren Lebensraum zu ergründen. Gemeinsam
mit den Bürgern sollen die positiven Merkmale des Ortes erarbeitet, Defizite
benannt, Probleme erörtert sowie Ansätze zu deren Lösung aufgezeigt werden.
2. Wie ist die Reihenfolge bis hin zur Förderung des Landes?
Begonnen wird mit der Auftaktveranstaltung. Es
folgen Arbeiten in unterschiedlichen Arbeitsgruppen
und Themenbereichen. Danach wird es zusammen mit Gruppen zu einer Bewertung
kommen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse in einem sog. Abschlussbericht
wird in einer Abschlussveranstaltung
vorgestellt und diskutiert. Die wesentlichen Ergebnisse fließen in die Neuaufstellung
bzw. Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes ein. Nach Fertigstellung
des DE-Konzeptes wird der Entwurf öffentlich vorgestellt, um auch hier dem/der
Bürger/-in die Gelegenheit zur Mitwirkung und aktiven Auseinandersetzung zu
gegeben. Anschließend erfolgt die Weitergabe des DE-Konzeptes an den Dorferneuerungsbeauftragten
des Rhein-Hunsrück-Kreises, welcher die Abstimmung mit den betroffenen Behörden
und sonstigen Stellen koordiniert. Erfolgen keine Änderungswünsche, so wäre
das Verfahren abgeschlossen. Im Rahmen der Antragstellung zur Anerkennung
als Schwerpunktgemeinde ist das vorhandene Konzept ausreichend.
4. Was fördert das Land?
Gefördert werden Um- und Ausbauten von kommunalen
Gebäuden, Rast- und Ruheplätzen, soziale Einrichtungen, Gemeinschaftsprojekte
von Kirchen, Sozialen Gemeinschaften und Gemeinden, Vereinszusammenschlüsse
bei Nutzungen von Einrichtungen und Vieles mehr.
Private Förderungen gibt es für die Umgestaltung
von Innerortsgebäuden, Leerstehenden Gebäuden, Nutzung
von Nebengebäuden als Wohnraum, Generationenprojekte jung und alt; Abbruch
von nicht renovierfähigen Gebäuden, Schaffung von Freiflächen.
Bisher sind folgende Arbeitsgruppen geplant:
Ortsbild: Veränderungen oder Erhaltung
von Orts typischen Gegebenheiten, Gebäuden, Anlagen, Wegen u. s. w.
Dorfgemeinschaft: Was ist erhaltenswert,
was fehlt zum harmonischen Zusammenleben? Versorgung mit Lebensnotwendigem,
Kinderbetreuung, Senioren in unterschiedlichen Altersgruppen am Gemeindeleben
beteiligen, junge Familien einbinden.
Kinder: Welche Wünsche haben
Kinder, wie sehen sie unsere Erwachsenenwelt und was müsste besser werden?
Jugend: Wo drückt der Schuh,
was soll sich ändern, was können wir erhalten oder gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft
verbessern?
Senioren: Was können wir gemeinsam
tun um eine Dorfgemeinschaft zu haben, die alle Generationen einbindet, Kinder,
Jugend, junge Familien, Senioren
Vereine: Wie können wir unsere
Angebote für möglicht viele Gruppen noch attraktiver
zu machen?
Ansprechpartner sind bis zur Gruppenbildung Bürgermeister,
Beigeordnete und Gemeinderäte. Treffpunkte werden rechtzeitig bekannt gegeben.
6. Welche Personengruppen sind gefragt?
Im Grunde genommen sind alle Personengruppen
zum Mitmachen aufgefordert. Dies ist nicht Sache des Gemeinderates allein.
Hier wird besonderer Wert auf das Mitmachen der Bevölkerung gelegt. Danach
wird auch die Förderwürdigkeit beurteilt. Es sollen möglichst alle sozialen
Gruppierungen im Dorf angesprochen und zur Entwicklung eigener Ideen mit Vorschlägen
zur Lösung der örtlichen Probleme angeregt werden. Ein Schwerpunkt bildet
vor allem die Einbindung aller Dorfbewohner von
Kindern und Jugendlichen bis zu den Senioren.
7. Wer kann mitmachen?
Einzelpersonen, die sich Gedanken um die Außen-
und Innenansicht des Dorfes machen, Nachbarschaften; Gruppen und Vereine,
die die Zusammenarbeit verbessern wollen; Senioren, die junge Leute unterstützen
wollen; junge Menschen, die mit Spaß und Freude mit der älteren Generation
umgehen können; Frauen, die sich für Frauenprojekte interessieren oder soziale
Dinge; Junge Menschen, die gerne im Dorf leben und auch dort bleiben wollen.
8. Wie oft muss man denn dabei sein?
Der Aufwand hält sich in Grenzen. Die Arbeitsgruppen
werden sich selbst die Aufgaben und Termine festlegen. Die Arbeitsweise ist nicht vorgegeben. Eingeladen
wird zu folgenden Arbeitsgruppen: Kinder bis 14 Jahre; Jugendliche bis 25
Jahre; junge Familien, Senioren; Interessierte für die Gestaltungsmöglichkeiten
in und um das Dorf und das Team zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Dorf.
Erfahrungsgemäß handelt es sich um 3 - 4 Veranstaltungen der Arbeitskreise.
9. Wann hätten wir die Möglichkeit anerkannt zu werden?
10. Ich hab doch keine Ahnung ob meine Meinung
wichtig und richtig ist?
Zur Bewertung und zur Lenkung der Ideen hat die
Gemeinde ein erfahrenes Ingenieurbüro verpflichtet. Eine(r) oder mehrere
Fachleute, die diese Arbeit mit gestalten können, stehen zur Verfügung.
Aber nicht um zu bremsen, sondern um die Meinung der Bevölkerung zu erfragen
und die Aufzeichnungen zu führen.
11. Was sind denn die grundsätzlichen Kriterien,
die zur Förderung führen?
Das Konzept muss das Umfeld einer Gemeinde positiv
verbessern. Erhaltenswertes soll erhalten werden. Verbindungen über Nachbarschaften
und Generationen sollen wachsen und neu entstehen.
Besonders die jungen Menschen sollen angesprochen
und in die Arbeit eingebunden sein. Das Motto ist einfach: Ohne dörfliche Zusammenarbeit geht nichts;
ohne motivierte junge Menschen hat ein Dorf keine Chance.
12. Warum sollen denn gerade wir eine Chance
haben anerkannt zu werden?
Niederburg ist im Umfeld bekannt für seine Zusammenarbeit, wenn "es
um etwas geht". Egal ob
Feuerwehrgerätehaus, Sportplatzneubau, Backhausumbau,
Kircherenovierung und viele andere kleinere Projekte, überall haben wir bewiesen, dass mit Zusammenhalt viel
zu bewegen ist. Den Eindruck, den unsere
Jugend bei vielen Anlässen hinterlässt, haben die Verantwortlichen aus der Politik und des öffentlichen
Lebens bestätigt. Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Rhein Hunsrück Kreises
und Anerkennung aller Orten für eine
überragende Zusammenarbeit ohne jede Grenzen haben überall positiv gewirkt.
Die Verantwortlichen der Gemeinde werden
angesprochen auf die Möglichkeiten die das Programm bietet und auf die motivierten
jungen Menschen in unserem Dorf.
13.
Das können doch andere machen?
14.
Das können wir dann später noch einmal
machen?
Leider nein. Andere suchen auch ihre Möglichkeiten
und die Verantwortlichen müssen fair jeder Gemeinde eine Chance einräumen.
Arbeitskreis Kinder 6 -13 Jahre: Montag, den 17.09.2007; 17:00 Uhr
Arbeitskreis Ortsbild: Montag, den 17.09.2007;
19:00 Uhr
Für weitere Fragen stehen Ihnen Bürgermeister, Beigeordnete,
Verbandsgemeindeverwaltung und Gemeinderatsmitglieder gerne zur Verfügung.
Mit besten Grüßen
Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister