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Dorfmoderation: Fragen und Antworten

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1.    Dorfmoderation: Was ist denn das?

Dieses Wort wird verwendet für die Erfassung aller möglichen Ideen und Wünsche der Bevölkerung. Diese werden zusammengefasst zu einem Konzept. Diese soll als Baustein der Dorferneuerung dazu beitragen, zu Beginn in einer Phase der „Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit“ die Einschätzung der Bevölkerung über ihren Lebensraum zu ergründen. Gemeinsam mit den Bürgern sollen die positiven Merkmale des Ortes erarbeitet, Defizite benannt, Probleme erörtert sowie Ansätze zu deren Lösung aufgezeigt werden.

 

2.    Wie ist die Reihenfolge bis hin zur Förderung des Landes?

Begonnen wird mit der Auftaktveranstaltung. Es folgen Arbeiten in unterschiedlichen  Arbeitsgruppen und Themenbereichen. Danach wird es zusammen mit Gruppen zu einer Bewertung kommen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse in einem sog. Abschlussbericht wird  in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt und diskutiert. Die wesentlichen Ergebnisse fließen in die Neuaufstellung bzw. Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes ein. Nach Fertigstellung des DE-Konzeptes wird der Entwurf öffentlich vorgestellt, um auch hier dem/der Bürger/-in die Gelegenheit zur Mitwirkung und aktiven Auseinandersetzung zu gegeben. Anschließend erfolgt die Weitergabe des DE-Konzeptes an den Dorferneuerungsbeauftragten des Rhein-Hunsrück-Kreises, welcher die Abstimmung mit den betroffenen Behörden und sonstigen Stellen koordiniert. Erfolgen keine Änderungswünsche, so wäre das Verfahren abgeschlossen. Im Rahmen der Antragstellung zur Anerkennung als Schwerpunktgemeinde ist das vorhandene Konzept ausreichend.

3.    Wen fördert das Land?

Gefördert werden gemeindliche als auch private Vorhaben. Der Fördersatz beträgt bei Vorhaben der Gemeinde bis zu 65 % der förderfähigen Gesamtkosten. Private Vorhaben werden bis 30 % der förderfähigen Ausgaben bezuschusst. Die Möglichkeiten daneben weitere Förderprogramme zu nutzen stehen offen.

 

4.    Was fördert das Land?

Gefördert werden Um- und Ausbauten von kommunalen Gebäuden, Rast- und Ruheplätzen, soziale Einrichtungen, Gemeinschaftsprojekte von Kirchen, Sozialen Gemeinschaften und Gemeinden, Vereinszusammenschlüsse bei Nutzungen von Einrichtungen und Vieles mehr.

Private Förderungen gibt es für die Umgestaltung von Innerortsgebäuden, Leerstehenden Gebäuden, Nutzung von Nebengebäuden als Wohnraum, Generationenprojekte jung und alt; Abbruch von nicht renovierfähigen Gebäuden, Schaffung von Freiflächen.

5.    Welche Gruppen gibt es bereits und welche sind geplant?

Bisher sind folgende Arbeitsgruppen geplant:

Ortsbild: Veränderungen oder Erhaltung von Orts typischen Gegebenheiten, Gebäuden, Anlagen, Wegen u. s. w.

Dorfgemeinschaft: Was ist erhaltenswert, was fehlt zum harmonischen Zusammenleben? Versorgung mit Lebensnotwendigem, Kinderbetreuung, Senioren in unterschiedlichen Altersgruppen am Gemeindeleben beteiligen, junge Familien einbinden.

Kinder: Welche Wünsche haben Kinder, wie sehen sie unsere Erwachsenenwelt und was müsste besser werden?

Jugend: Wo drückt der Schuh, was soll sich ändern, was können wir erhalten oder gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft verbessern?

Senioren: Was können wir gemeinsam tun um eine Dorfgemeinschaft zu haben, die alle Generationen einbindet, Kinder, Jugend, junge Familien, Senioren

Vereine: Wie können wir unsere Angebote für möglicht viele Gruppen noch  attraktiver zu machen?

Ansprechpartner sind bis zur Gruppenbildung Bürgermeister, Beigeordnete und Gemeinderäte. Treffpunkte werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

6.    Welche Personengruppen sind gefragt?

Im Grunde genommen sind alle Personengruppen zum Mitmachen aufgefordert. Dies ist nicht Sache des Gemeinderates allein. Hier wird besonderer Wert auf das Mitmachen der Bevölkerung gelegt. Danach wird auch die Förderwürdigkeit beurteilt. Es sollen möglichst alle sozialen Gruppierungen im Dorf angesprochen und zur Entwicklung eigener Ideen mit Vorschlägen zur Lösung der örtlichen Probleme angeregt werden. Ein Schwerpunkt bildet vor allem die Einbindung aller Dorfbewohner von  Kindern und Jugendlichen bis zu den Senioren.

 

7.    Wer kann mitmachen?

Einzelpersonen, die sich Gedanken um die Außen- und Innenansicht des Dorfes machen, Nachbarschaften; Gruppen und Vereine, die die Zusammenarbeit verbessern wollen; Senioren, die junge Leute unterstützen wollen; junge Menschen, die mit Spaß und Freude mit der älteren Generation umgehen können; Frauen, die sich für Frauenprojekte interessieren oder soziale Dinge; Junge Menschen, die gerne im Dorf leben und auch dort bleiben wollen.

 

8.    Wie oft muss man denn dabei sein?

Der Aufwand hält sich in Grenzen. Die Arbeitsgruppen werden sich selbst die Aufgaben und Termine festlegen.  Die Arbeitsweise ist nicht vorgegeben. Eingeladen wird zu folgenden Arbeitsgruppen: Kinder bis 14 Jahre; Jugendliche bis 25 Jahre; junge Familien, Senioren; Interessierte für die Gestaltungsmöglichkeiten in und um das Dorf und das Team zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Dorf. Erfahrungsgemäß handelt es sich um 3 - 4 Veranstaltungen der Arbeitskreise.

 

9.    Wann hätten wir die Möglichkeit anerkannt zu werden?

Ab dem Jahr 2009 ist Niederburg wieder in der Lage nach Schuldentilgung und sparsamen Jahren in die Zukunft zu investieren. Die gemeindlichen Möglichkeiten sind dann zwar immer noch nicht üppig, aber auch nach Einschätzung von Fachleuten wieder machbar. Ohne kräftiges Mitanpacken wird dies nicht gehen, dass wir in der Lage sind gemeinsam vieles zu bewegen, haben wir Niederburger schon an vielen Stellen bewiesen.

 

10.  Ich hab doch keine Ahnung ob meine Meinung wichtig und richtig ist?

Zur Bewertung und zur Lenkung der Ideen hat die Gemeinde ein erfahrenes Ingenieurbüro verpflichtet. Eine(r) oder mehrere  Fachleute, die diese Arbeit mit gestalten können, stehen zur Verfügung. Aber nicht um zu bremsen, sondern um die Meinung der Bevölkerung zu erfragen und die Aufzeichnungen zu führen.

 

11.  Was sind denn die grundsätzlichen Kriterien, die zur Förderung führen?

Das Konzept muss das Umfeld einer Gemeinde positiv verbessern. Erhaltenswertes soll erhalten werden. Verbindungen über Nachbarschaften und Generationen sollen wachsen und neu entstehen.

Besonders die jungen Menschen sollen angesprochen und in die Arbeit eingebunden sein. Das Motto ist einfach: Ohne dörfliche Zusammenarbeit geht nichts; ohne motivierte junge Menschen hat ein Dorf keine Chance.

 

 

12.  Warum sollen denn gerade wir eine Chance haben anerkannt zu werden?

Niederburg ist im Umfeld bekannt für seine Zusammenarbeit, wenn "es um etwas geht". Egal ob Feuerwehrgerätehaus, Sportplatzneubau, Backhausumbau, Kircherenovierung und viele andere kleinere Projekte, überall haben wir bewiesen, dass mit Zusammenhalt viel zu bewegen ist. Den Eindruck, den unsere Jugend bei vielen Anlässen hinterlässt, haben die Verantwortlichen aus der Politik und des öffentlichen Lebens bestätigt. Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis des Rhein Hunsrück Kreises und Anerkennung aller Orten für eine überragende Zusammenarbeit ohne jede Grenzen haben überall positiv gewirkt. Die Verantwortlichen der Gemeinde werden angesprochen auf die Möglichkeiten die das Programm bietet und auf die motivierten jungen Menschen in unserem Dorf. 

 

13.         Das können doch andere machen?

Wenn jeder so denkt haben wir schon verloren. Gerade der Gesamteindruck bei der Moderation ist entscheidend.

 

14.         Das können wir dann später noch einmal machen?

Leider nein. Andere suchen auch ihre Möglichkeiten und die Verantwortlichen müssen fair jeder Gemeinde eine Chance einräumen.

Die nächsten Termine bitte vormerken:

Arbeitskreis Dorfgemeinschaft:  Montag. den 03.09.2007;19:00 Uhr

Arbeitskreis Kinder 6 -13 Jahre: Montag, den 17.09.2007; 17:00 Uhr

Arbeitskreis Ortsbild: Montag, den 17.09.2007; 19:00 Uhr

Für weitere Fragen stehen Ihnen Bürgermeister, Beigeordnete,
Verbandsgemeindeverwaltung und Gemeinderatsmitglieder gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister