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Die Niederburger Heide, ein besonderes Stück Natur.

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Die Niederburger Heide ist neben der Dörscheider Heide eine Besonderheit am gesamten Mittelrhein und ein besonders zu schützender Bereich. Die großflächige Trockenrasenzone auf einem Felsrücken beherbergt eine Vielzahl verschiedener und vor allen Dingen seltener Pflanzen und Tierarten. Die genaue Beobachtung und die Nachhaltigkeit der Pflege und der Unterhaltung ist Aufgabe der Landespflege, die bei Landkreis und bei der SGD angesiedelt ist.

In den vergangenen Jahren hat das Land Rheinland Pfalz eine große Menge Finanzmittel aufgewendet, um das Naturschutzgebiet zu pflegen. Die Fläche wurde zum großen Teil entbuscht und die Trockenrasenfläche von Verunreinigungen befreit und mit Maschinen gepflegt und später mit Schafen beweidet. Die stark aufkommenden Gehölze sind jedoch nicht Anlass zur Freude bei den verantwortlichen Landespflegern. Beratungen im vergangenen Herbst und im zeitigen Frühjahr zusammen mit den Verantwortlichen aus Kreis und Land unter Beteiligung der Gemeindeverwaltung hatten als erste Arbeit ein großflächiges Mulchen festgelegt. Jedoch sehen die Fachleute hierin kein Allheilmittel, sondern hier sollen, wie in früheren Zeiten, Schafe und Ziegen ihre Arbeit als Naturpfleger verrichten. Beide Tierarten sind geradezu ideal zur Landschaftspflege, Schafe verbeißen das Gras und Ziegen halten die zunehmende Verbuschung in Grenzen. Herdenbesitzer gibt es zwar, jedoch nicht in der näheren Umgebung. Die Transportwege für die Tiere und die nicht unproblematische Ansteckungsgefahr der Tiere brachte die Fachleute auf die Idee, einen einheimischen Züchter zu suchen. Diese waren jedoch nicht bereit, eine gemischte Herde vorzuhalten. Der Niederburger Junglandwirt Michael Göllner ist bereit, eine solche Herde aufzubauen und mitzuhelfen,die Heide und andere schützenswerte Flächen zu pflegen.

Das Land Rheinland Pfalz hat jetzt seine Unterstützung weiterer Pflegemaßnahmen für die Heide festgelegt. In dem Areal werden Pflanzungen vorgenommen, die den verschiedensten Tierarten als Rückzugs- und Fluchträume dienen. Diese Pflegemaßnahme verschlingt den größten Teil des Geldes. Den Aufbau der gemischten Herde wird der Landwirt selbst zu bewerkstelligen haben, jedoch will man versuchen, die Anschaffung der nötigen Ausrüstung wie Zäune, etc. zu fördern.

Neben der Einmaligkeit des Mittelrheintales finden wir hier Flächen, die in ihrer Seltenheit beachtenswert sind. Gehen wir nicht achtlos daran vorbei, schützen und achten wir auch das kleinste Lebewesen. Lassen wir der Natur ihre Ruhe, sie braucht es.

Foto: Blick über die Niederburger Heide ins Rheintal

Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister