
Nach monatelangen Bemühungen stehen die Arbeiten an und um das ehemalige Pumpenhaus der alten Niederburger Wasserversorgung kurz vor ihrem Abschluss.
Im vergangenen Jahr war die im Niederburger Sprachgebrauch als "Wasserhäuschen" bezeichnete Holzhütte wegen Baufälligkeit erneuert worden. Dadurch fanden sich aktive Niederburger bereit, an der landschaftlich reizvollen Stelle mehr zu tun.
Die vor etwas mehr als zehn Jahren als Provisorium verlegte Wasserleitung, sie dient zur Wasserentnahme aus der alten Niederburger Wasserversorgung für Gartenzwecke und zur Viehtränke, wurde unterirdisch verlegt, ein mehr als 70 m langer Graben wurde gezogen, ein Feldweg gekreuzt und die neue Leitung fachgerecht montiert. Nutznießer war auch ein durch jahrelange Weidewirtschaft arg gebeutelter Bachlauf, der von Zivilisationsresten gereinigt, dem wieder zu einem naturnahen Aussehen verholfen wurde. Dornenhecken und Gestrüpp wurden entfernt, Brennesselkulturen dezimiert und Böschungen geglättet und neu angelegt. Schwere Findlinge säumen jetzt Böschungen und Brunnenplatz und sorgen für optisch gelungene Abgrenzungen.
Der absolute I-Punkt sollte nach den Planungen jedoch ein Plätscherbrunnen sein, der zur Rast und zum kleinen Plausch am Bachlauf einlädt. Das nach wie vor das kühle Nass für Garten und Vieh entnommen werden sollte, war klarer Fall. Der Gemeinderat hatte im zeitigen Frühjahr sein Einverständnis bei einem gemeinsamen Sonntagsrundgang signalisiert und die nötigen Mittel im Haushalt eingestellt. Toni Muders und sein Mitstreiter Wolfgang Keßler waren schon im vergangenen Jahr beim Schutzhüttenbau die eigentlichen Vorantreiber der Arbeiten und die Ausarbeiter der Grundidee. Detailgenaue Planungen und die Umsetzung, die Beschaffung von Material und die Organisation eines ganzen Helferstammes unter Freunden und Bekannten hatten die Beiden übernommen. Stunden - und teilweise ganze Tage lang waren beide unterwegs und schufen Sehens- und Genießenswertes. Aufgebaut ist jetzt ein Brunnen, der sparsam das Wasser der "Spisser Quelle" in einen Bottich entlässt und danach wieder in den Lützelbach abgibt. Ein großer Brunnentrog, umrahmt von einem handwerklich toll gestalteten Bruchsteinmauerwerk, gefüllt mit stets frischem Wasser steht jetzt für alle möglichen Besucher zur Erfrischung zur Verfügung. Das Plätschern des Brunnens und der angelegte Rastplatz sind schon jetzt, ohne große Bekanntgaben, von Wanderern, Müttern mit Kindern, Jugendlichen und Senioren genutzter Anziehungspunkt. Mehrere, vom Niederburger Heimatverein beschaffte massive Ruhebänke laden ein, ein paar Minuten die Zeit still stehen zu lassen. Für den folgenden Herbst sind noch Pflanzungen großkroniger Bäume geplant. Eine Linde und weitere Obst- und Nutzbäume sollen in Zukunft Schatten spenden und zum Verweilen einladen.
Froh und glücklich konnte Ortsbürgermeister Klockner mehrere Spenden zur Ausgestaltung der Anlage entgegennehmen. In den letzten Tagen wurde auch die Übernahme aller Kosten der Einweihungsfeier zugesagt. Die älteren Herrschaften hatten an den Arbeiten und besonders am Ergebnis ihre helle Freude und wollen sich mit ihren Spenden bei allen Helfern und besonders bei den Initiatoren bedanken.
Jetzt lädt die Ortsgemeinde alle fleißigen Helfer zu einer kleinen Einweihungsfeier am Samstag, den 14. Juli ab 16:00 Uhr an die Wanderhütte am Pumpenhaus ein. Eingeladen sind alle Mitstreiter, die in den letzten Monaten rund um Niederburg aktiv für ihr Dorf am Heiligenhäuschen und am Gutenbornbrunnen gewirkt haben.
Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister
Foto: Die neue Brunnenanlage mit Schutzhütte, schon heute gern genutzter Treff für Junge und jung gebliebene.