
Eine Auftaktveranstaltung zur grundlegenden Information über Zukunftsprobleme, aber viel mehr noch die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich aus der sich stark verändernden Umgebung ergeben, sollten deutlich gemacht und zum Nachdenken Anlass geben.
Hierzu konnte Ortsbürgermeister Klockner neben zahlreichen Besuchern Frau Gerda Brager als Vorsitzende des Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde, Frau Schneider-Behnte und Herrn Ingbert Ochs vom AHZ in Oberwesel und als Referenten den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrn Thomas Bungert begrüßen.
Ein wichtiger Teil der Zukunftsgestaltung ist eine intakte und durchdachte Seniorenarbeit. Im Dezember 2005 hatten die Ortsgemeindeverwaltung und der Gemeinderat zur grundlegenden Gestaltung des Lebens der Seniorinnen und Senioren in einer Dorfgemeinschaft. Das Motto der Veranstaltung lautete damals: Leben im Alter daheim.

Im März 2006 wählte der Gemeinderat Regina König zur Seniorenbeauftragten der Ortsgemeinde. Jetzt stellte sie im Rahmen der Veranstaltung zur Dorferneuerung ihre Gedanken und Ideen vor. Auf vielfältige Art und Weise ist die besondere Problematik der zunehmend älter werdenden Bevölkerung aufzugreifen und sich darauf einzustellen, aber auch die Vorteile der rüstigen Seniorenschaft für eine Dorfgemeinschaft zu nutzen.
Zur Umsetzung stehen vielfältige öffentliche Hilfen zur Verfügung, aber auch die Entwicklung dorfspezifischer Abläufe ist erwünscht und möglich.
Zahlen, Daten und Fakten der sich verändernden Bevölkerungsstruktur sind nicht außer Acht zu lassen, die Auswirkung auf die Dorfgemeinschaft beachtlich. Nicht nur die Änderungen der Alterspyramide, die Änderungen der Lebensnotwendigkeiten und der Gewohnheiten sind künftig mehr als bisher zu beachten. Derzeitige Alleinbewohner von Häusern und künftige zu erwartende Änderungen der Hausnutzungen haben Auswirkungen auf die Vermarktbarkeit von Neubaugebieten und werden Dorfkernerneuerungen in den Mittelpunkt rücken lassen.
Bürgermeister Bungert beleuchtete in seinem Referat die politischen Steuerabsätze und die unterschiedlichen Möglichkeiten einer aktiven Gestaltung der Lebensräume im direkten Umfeld, aber auch in der Umgebung. Die bisherigen Fördermöglichkeiten, die sowohl von Kommunen als auch von Privatleuten genutzt werden können, wurden erklärt und so der Zuhörerschaft näher gebracht.
Zahlreiche Fragen schlossen sich den Ausführungen an. Anregungen wurden gemacht, aber auch Unsicherheiten wurden deutlich.
Die Notwendigkeit ein Konzept nicht nur für Senioren, sondern die Entwicklung einer intakten Dorfgemeinschaft, die sich besonders der jungen Menschen annimmt und fördert, kann auch künftig funktionieren. Nur den Dörfern, aus denen die jungen Leute abwandern die dort keine Lebensbasis finden, werden überdimensionale Probleme zu erwarten haben. Nur dort wo junge Menschen mit Spaß und Freude leben, dies muss nicht der Ort in der Arbeitstellennähe sein, dort wo sie sich daheim fühlen und sich engagieren wird es gelingen, die Probleme in den Griff zu bekommen.
Die Verantwortlichen, allen voran Bürgermeister Thomas Bungert, waren von den bisherigen Ansätzen und dem Ergebnis der Auftaktveranstaltung überzeugt.
Der Niederburger Gemeinderat wird sich in seiner nächsten Sitzung am 16.11.2006 mit der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes befassen.
Es gilt, den künftigen Weg zusammen mit Fachleuten, aber ganz besonders mit der eigenen Bevölkerung, der eigenen Jugend, den Eltern von Kindern, den Berufstätigen, den rüstigen Senioren und auch den Menschen, die Unterstützung brauchen, zu beraten und zu suchen.
Unsere Zukunft gilt es anzupacken. Viele gute und erfolgreiche Ansätze und Möglichkeiten sind schon auf dem Weg, neue sind zu suchen.
Sie sind zu finden, nicht allein, nicht zu Hause, aber gemeinsam, mit Sinn und Verstand und einem guten Maß Rücksicht und Heimatverbundenheit.
Hermann Josef Klockner, Ortsbürgermeister